„Wenn man nur einen Hammer hat, sieht die Welt wie ein Nagel aus “

Wie steht es um die eigenen Werkzeuge und welche Sichten auf die Welt sind beteiligt?

Das, was uns rettet, schützt und weniger verletzlich macht und das,
was uns leidvoll einengt, oder sogar krank werden lässt, liegt manchmal nah beieinander.
So können uns die bewussten und unbewussten Strategien, die uns bisher gut durch Leben gebracht haben, auch den Lebensraum nehmen. Etwas kann aus der Balance geraten.

Seelisch und körperlich kann es sich unverbunden oder wie überflutet anfühlen.
Etwas legt uns lahm, lässt uns ständig leer ausgehen, es scheint wie festgefahren,
wir sind in Daueranstrengung, oder nichts mehr fühlt sich wahrhaftig an.
Frust, Enttäuschung, Leere und Sinnlosigkeit machen sich breit.
Bemüht, noch die Fassade nach außen zu wahren, tragen wir innerlich vielleicht
längst den Kopf unterm Arm.
Wir kommen aus dem Zustand nicht ohne Weiteres heraus, das ist zutiefst verständlich,
einfach nur menschlich, ganz normal!
Das wichtigste und mutigste ist: Damit nicht alleine zu bleiben!

Es ist nachvollziehbar,  dass wir alles Unangenehme am liebsten sofort los wären.
Und wozu soll Leiden gut sein?
Schnelle Lösungen greifen manchmal, doch aus meiner Sicht brauchen innere Prozessen
ihr ganz eigenes Tempo.

Es braucht Sicherheit, Vertrauen, Geduld und Mut.
Mit psychotherapeutischer Unterstützung können wir lernen, selbstbestimmter zu gestalten.
In tiefenpsychologischen Methoden geht darum zu integrieren, was im Verborgenen steuert. Wir können lernen, den Einfluss von unbewussten Prozessen zu erkennen. So können wir Ängsten und alten Verletzungen lernen anders zu begegnen,
und sie mehr und mehr integrieren.

Die Welten in denen wir innerlich gewohnt sind zu sein, sind nicht die einzig möglichen,
darin liegt Beruhigung, Hoffnung und Angst zugleich.

Artikel zu Polyvagaltheorie und Hakomi Therapie :
https://www.vfp.de/magazine/freie-psychotherapie/alle-ausgaben/heft-2-2024/sicherheit-ist-die-therapie